Longbow

Der Langbogen ist der Klassiker, so wie man sich einen Bogen vorstellt. Das Jahrtausend alte Bauprinzip, ein Holzstab mit einer Schnur, ist jedoch nicht so simpel, wie es aussieht. Das kann jeder nachvollziehen, der schon mal einen solchen Bogen gebaut und damit versucht hat, auf weite Entfernungen gezielt zu schiessen.

Ein guter Bogen stellt hohe Anforderungen an das verwendetet Material, denn beim Schiessen treten im Bogen sowohl Zugspannung (auf der Vorderseite) wie auch Druckspannung (auf der dem Schützen zugewandten Seite) auf, die vom Holz verkraftet werden müssen. Deswegen wurde schon früh damit begonnen, den Bogen aus zwei verschiedenen Schichten aufzubauen, nicht notwendigerweise beide aus Holz. Der Bau des Compositbogens stellt den Bogenbauer vor eine Hürde, einen geeigneten Leim zu finden, der den gegenläufigen Kräften im Moment des Abschusses gewachsen ist. Es gibt auch einige wenige Bäume, die sich in den Spannungsresistenzeigenschaften stark unterscheidendes Splint- und Kernholz besitzen, z.B. die Eibe.

Beim Langbogen wird der Pfeil entweder über den Handrücken oder über eine kleine Pfeilauflage seitlich am Bogen entlang geschossen, wodurch der Pfeil schräg aus dem Bogen kommt und meist seitlich am Ziel vorbei schiesst, wenn man das nicht mit beim Zielen einkalkuliert.

Ein wesentlicher Unterschied zum Recurve- und Compound-Bogen ist die Tatsache das ein Langbogen immer blank, dass heißt ohne Visier geschossen wird. Mit dem Langbogen werden ausschließlich Holzpfeile geschossen.